energie.wert.makler

Wohnen und Klimaschutz

Wohnen für den Klimaschutz – aber wie?

Wir Menschen haben es gerne trocken, warm und komfortabel. Jeder möchte sich in seiner Immobilie zuhause fühlen. Natürlich verbraucht das Energie – für Strom, Heizung, Klimaanlage oder Warmwasser. Diesen Verbrauch hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMI) beziffert: Der Energieverbrauch für Immobilien macht mit 35% des Gesamtenergiebedarf in Deutschland aus. Damit verursachen wir mit unseren Immobilien ungefähr ein Drittel des CO2-Austoßes.

Klimawandel und Kyoto-Protokoll

Die Vereinten Nationen haben den Ernst der Lage erkannt und die „United Nations Framework Convention on Climate Change“ (UNFCCC) 1992 aufgestellt. Im Kyoto Protokoll von 1997 und dem Pariser Klimaprotokoll von 2015 wurden, durch die Vereinten Nationen, die Rahmenbedingungen für die Reduzierung des CO2 Ausstoßes weiter konkretisiert. Diese Rahmenbedingungen sehen vor, dass die globale Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit bei möglichst 1,5°C gehalten werden soll. Das soll über die Reduzierung der CO2-Emissionen erfolgen – und da kann jeder etwas tun.

Wohnen mit gutem Gewissen im Klimawandel

Im Jahr 2010 und 2018 wurde durch die Europäische Union die EU-Gebäuderichtlinie, für ein einheitliches europäisches Energieeinsparrecht, auf den Weg gebracht. Seit den 1970er Jahren gibt es in Deutschland bereits Gesetze zur Einsparung von Energie. Das Energieeinspargesetz, die Wärmeschutzverordnung und die Heizanlagenverordnung. Aus den Letzteren wurde 2002 die Energieeinsparverordnung, die zuletzt 2016 angepasst wurde.

Seit November 2020 gibt es ein zusammengefasstes Gesetz dieser Gesetze und Verordnungen, und zwar das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Dieses Gesetz ist entscheidend für das energieeffiziente Herstellen und Sanieren von beheizten Gebäuden (u.a. Wohn-, Büro- und öffentliche Gebäude). Es gibt vor, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, damit Energie eingespart werden kann. Der Gesetzgeber hat damit gute Grundlagen geschaffen und in Gesetzen festgehalten. Die „Übersetzung“ der Rechtstexte, die Verbreitung der Informationen und Ableitung in Maßnahmen bleibt anderen überlassen.

Erneuerbare Energien und Energieberater

Maßnahmen sind z. B. Förderprogramme der Bundesregierung, die über das BMI abrufbar sind. Immer hilfreich und für manche Maßnahmen auch zwingend notwendig – der Energieberater Ihres Vertrauens.

Auch der Einsatz von erneuerbaren Energien rückt in den Fokus. Neubauten müssen ab 2023 in Niedrigstenergiebauweise (Fast-Nullenergie) erstellt werden. Bestandsgebäude müssen ebenfalls ihren Beitrag leisten und energetisch saniert werden.

Das GEG setzt die EU-Gebäuderichtlinie gemäß der anerkannten Regeln der Technik national um. Es wird regelmäßig der Energie-Standard überprüft. Mit diesem Gesetz, dem Klimaschutzprogramm für 2030 und dem Klimaschutzplan für 2050 der Bundesregierung soll das Ziel, die globale Erwärmung unter 1,5°C zu halten, erreicht werden.

Ihr Zuhause in der Zukunft

Und wo stehen Sie und Ihre Immobilie? Wo liegen Potenziale den Energieverbrauch zu senken, Heizkosten zu sparen? Oder müssen Sie vielleicht sogar die alte Ölheizung austauschen und wissen es gar nicht? Gerade vor dem Kauf einer älteren Immobilie ist es wertvoll, sich über seine Pflichten im Rahmen gültiger Energiesparverordnungen zu informieren.

Wir sind gerne für Sie da!